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Tchibo-Armee?


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Rüstet ein Kaffeeröster die Bundeswehr aus? Fast könnte man es glauben, wenn man eine Meldung der "Bild"-Zeitung liest. Wegen mangelnder Ausrüstung soll die Bundeswehr auf Produkte von Tchibo zurückgreifen. Kommentar des Verteidigungsministeriums: kalter Kaffee. Aufmerksamen Lesern der "Bild" dürfte heute auf Seite eins neben einem lachenden Finanzminister und einer Schönen im Bikini eine alarmierende Meldung ins Auge springen: "Notstand bei der Bundeswehr!", heißt es da. "Wegen mangelnder Ausrüstung benutzen unsere Soldaten im Einsatz jetzt schon Produkte des Kaffeerösters Tchibo." Suggestiv fragt das Blatt: "Wird die Truppe bald zur 'Tchibo-Armee'?" Weiter schreibt die "Bild", dass deutsche Aufklärer der offiziellen Ausrüstung nicht trauen würden und deshalb auf das Teleskop des Kaffeerösters zurückgreifen würden. Deutscher Soldat bei einer Patrouille nahe dem afghanischen Masar-i-Scharif: Ausrüstung vom Röster?
Dann zitiert die Zeitung einen empörten Sprecher des Bundeswehrverbandes, des Interessenverbandes der deutschen Soldaten, und lässt eine Tchibo-Sprecherin für ihre Produkte werben: So habe der Kaffeeröster auch noch Mückenschutzzelte, Kompass, Klappbesteck und Sturmfeuerzeuge im Angebot.

Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE weist ein Sprecher des Verteidigungsministeriums die Meldung jedoch zurück: "Die 'Bild'-Zeitung suggeriert, dass die Bundeswehr von Tchibo ausgerüstet ist." Das entspreche jedoch nicht der Wahrheit: "Wir stehen mit 6000 Soldaten im Einsatz - und dies ist ein Einzelfall." Immer wieder würden die Soldaten dem "Drang des Individualismus" nachgeben und eigene, persönliche Dinge mit in den Einsatz nehmen. Das sei auch hier der Fall. Das Fernrohr sei von dem betreffenden Soldaten in Afghanistan privat erworben worden. Es gehöre definitiv nicht in den Bestand der Bundeswehrausrüstung. Nach Aussage des Sprechers verfügt die Bundeswehr über eigene, "hervorragende" Fernrohre - und sei nicht auf die Teleskope des Kaffeerösters im Wert von rund 90 Euro angewiesen. Auch sei das Fernrohr auf dem Foto, das den Artikel der "Bild" illustriert, nicht von Tchibo, sondern gehöre zum Bestand der Bundeswehr, fügte der Sprecher hinzu. Allerdings: Das abgebildete Fernrohr sieht der Tchibo-Ware sehr ähnlich.

Einer Meldung der Agentur dpa zufolge stammt das so genanntes Spektiv aber tatsächlich von der Tchibo-Marke TCM. In der Meldung war jedoch nie die Rede davon, dass der Soldat dem Material der Bundeswehr nicht traut. Allerdings gehört das Spektiv - das weitaus stärker vergrößert als ein Fernglas - den Informationen zufolge "zur Standardausrüstung für die Aufklärer" des Camps. Trotzdem steht der Sprecher der Bundeswehr nach wie vor zu seiner Aussage. Laut dem dpa-Bericht verhält es sich mit dem Einsatz von privaten Ausrüstungsgegenständen aber auch so mit den Tarnanzügen der Spezialeinheit: Die kauften die Männer, die auf ihren Einsätzen bei Masar-i-Scharif einem erheblichen Risiko ausgesetzt sind und von denen die Sicherheit im Lager maßgeblich abhängt, im Outdoor-Shop in Deutschland - wieder auf eigene Rechnung.

<< Heute morgen im Spiegel Online gelesen...ich kanns nachvollziehen, hab ich wir uns schon im Grundwehrdienst mit DrittAnbieterMaterial eingedeckt....>>
2.6.06 09:53
 


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